Die Branche

Unsere Branche hat sich radikal verändert: Die im wahrsten Sinne bodenständigen Immobilienmärkte wurden innerhalb kurzer Zeit vom internationalen Kapitalmarkt überlagert – Fundamentaldaten traten in den Hintergrund, kurzfristige Handelsgewinne in den Vordergrund. Finanzinstrumente trennten das Produkt vom Risiko, was zu einer hohen Volatilität des sonst eher berechenbaren Immobiliengeschäfts führte.

Doch jetzt gelten wieder fundamentale Grundsätze: Nicht „dealmaker“ sind gefragt, sondern umsetzungsorientierte Immobilienexperten. Was zählt, ist saubere Handwerksarbeit in Management, Restrukturierung und Verwertung.

Mittelfristig erwarten wir folgende Entwicklungen:

  1. 1Die Turbulenzen an den Finanzmärkten kommen zwar zur Ruhe, aber das Fremdkapital bleibt vorerst knapp und teuer. Deleveraging wird daher eine Kernaufgabe intelligenten Krisenmanagements.
  2. 2Eigenkapitalstarke Investoren wie Family Offices, Versicherungen, Pensionskassen und Fonds nutzen ihre Einkaufsvorteile.
  3. 3Etwas verzögert leiden auch die gewerblichen Immobilienmärkte unter dem konjunkturellen Abschwung. Wir erwarten daher den Anstieg von Renditen, Leerständen und Notverkäufen. Im internationalen Vergleich werden deutsche Immobilien jedoch relativ wertstabil bleiben.
  4. 4Für Privatanleger wird die Immobilie als Sachwert wieder interessant. Dadurch gewinnt das Wohnungsprivatisierungsgeschäft zunehmend an Bedeutung.
  5. 5Passives Halten von Immobilienbeständen führt zu realen Wertverlusten – aktives Management ist unverzichtbar.